Biografie

Sie ist ein Orkan und hat eine Stimme wie die besten Sängerinnen in den großen Zeiten des erdigen Rock’n’Rolls. Und wenn man SAINT LU dann auf der Bühne zu sehen bekommt, wozu es unter anderem im September beim SWR New Pop Festival und auf dem Reeperbahnfestival in Hamburg ausgiebig Gelegenheit gab, dann glaubt man auch bedingungslos an eine Wiedergeburt des Rock’n’Roll.

Und doch ist SAINT LU auf erfrischende Weise modern und bringt Leidenschaft zurück in die Musik. Wo die meisten Zeitgenossen sich auf Zeitgeist-Pop oder prätentiöse Phrasierungen zurückziehen, aktiviert SAINT LU einen kraftvollen und rauen Gesang, der direkt aus ihrem Inneren kommt. Unverfälscht und echt, vorbehaltlos und frei nach Schnauze. Songs wie Don’t Miss Your Own Life und Love Song lassen zunächst mal den Atem stocken und aufhorchen. Rock as Rock can!

Ihre Lieblingsbands sind unschwer herauszuhören: Led Zeppelin, Big Mama Thornton, Janis Joplin, die frühe Tina Turner und Jimi Hendrix, den sie übrigens zu recht für einen großartigen Sänger hält. „Ich mache mir nicht so viel aus stimmlichen Schnörkseln. Sie sind wie Satzzeichen. Mir ist es wichtig, dass die Stimme den Inhalt des Songs erzählt. Jimi Hendrix hat das phantastisch draufgehabt,“ so SAINT LU. Auf ebenso ursprüngliche Art entstehen auch ihre Songs, meist bei Jam-Sessions, in denen sie zunächst über ein Gitarrenriff improvisiert. „Ein Jam ist wie Ping-Pong spielen“ so SAINT LU. Auch ihre Texte entstehen auf sehr natürliche Weise. „Ich habe immer ein Diktiergerät dabei, um meine Ideen aufzuzeichnen. Ich singe Wortfetzen von Dingen aufs Band, die mich unterbewußt beschäftigen. Diese sind meine Schlüssel zum Thema des Textes.“

SAINT LU singt, seit sie 8 Jahre alt ist. Ihre Stimme trainiert sie seit ihrem 14. Lebensjahr vor Publikum, das ihr bester Gesangslehrer war. Sie gründete ihre erste Band, und zog als Teen mit selbstgeschriebenem Repertoire durchs Land. Es war schon immer Rockmusik, zu der sie sich instinktiv hingezogen fühlte. „Ich habe mich schon als Kind durch die gesamte Plattensammlung meiner älteren Schwester gehört. Bis ich 12 war, wusste ich nicht mal, dass es etwas anderes gibt als Rockmusik,“ schmunzelt sie.

Nach dem Abitur ging es erstmal nach Austin, Texas, Erfahrungen sammeln. „Ich hatte damals zwei Koffer dabei“, erinnert sie sich. „In dem einen waren meine Klamotten, in dem anderen hatte ich mein Laptop und mein Musikequipment. Der war doppelt so groß. “ Nach ein paar Monaten, in denen sie kreuz und quer durch die USA reiste, zog es sie nach New York. Dort arbeitete SAINT LU mit befreundeten Musikern stetig ihre Song-Ideen aus.

Zurück zu Hause besuchte SAINT LU zunächst eine Schauspielschule, aber kurz vor der Abschlussprüfung wurde ihr klar, dass ihre Bestimmung in der Musik liegt. „Die wollten mich sowieso schon im ersten Jahr wegen meiner „nicht normalen“ Stimme raushauen.“  Also ging sie mit ihrer Band auf eigene Kosten ins Studio und nahm ein Demo auf, mit dem sie eine ganze Reihe von Produzenten beschickte. Auch Echo-Gewinner Patrik Majer (Wir sind Helden), der sie nach Berlin einlud. Nach dem ersten Treffen mit ihm packte sie ihre Sachen und zog umgehend in die Hauptstadt.

Das war vor etwas über einem Jahr, und inzwischen haben SAINT LU und Majer ein ganzes Album im Kasten. Um möglichst nahe am 70er Jahre Rocksound zu bleiben, bediente man sich der Virtuosität Peter Weihes (Eric Clapton, Chaka Khan, Rio Reiser). Es wurden keine Mühen gescheut, um das beste aus SAINT LUs bemerkenswerten Songs rauszuholen: Drums spielte Marlon Browden (John Scofield, Vernon Reid, Norah Jones), für die Keyboards besuchte man Christian Lohr (Joss Stone) in München, der einen ganzen Lagerraum voller Vintage-Keyboards besitzt. Für den letzten Schliff ging es ins Abbey-Road-Studio nach London, wo Bläser und Streicher unter der Leitung von Steve Sidwell (Seal, Pet Shop Boys, Robbie Williams), das Arrangement komplettierten.

„Zum ersten Mal ist alles genau so, wie ich es haben möchte“, so SAINT LU. „Jeder Ton, jedes Wort, alles ist so, wie ich es mir vorstelle. Ich musste keine Kompromisse eingehen.“

Und wie kommt diese sagenhafte Stimme zustande? „Ich bin in einem großen Haus aufgewachsen. Weit und breit keine Nachbarn. Wenn man jemandem was sagen wollte, hat man einfach mal losgeschrien: „EEEEEEsssssssssseeeennn kkooooommmmmmmen“ oder „Teeeeeellllleeeeefoooooonnn“! Ganze Konversationen wurden so abgewickelt. Ich bin überzeugt, dass das meine Stimme geprägt hat“, lacht eine der bemerkenswertesten Sängerinnen, die man heute hören kann: SAINT LU.

Aktuelle News

08.07.2010 - 09:24
Wie zuvor berichtet, ist Saint Lu bei den diesjährigen Amadeus - Austrian Media Awards für eine Trophäe nominiert. Die Sängerin geht in der Kategorie "Rock/Pop" ins Rennen und muss sich gegen vier Mitkonkurrenten durchsetzen, um den Award am 16. September mit nach Hause zu nehmen. Dafür ist sie auf die Unterstützung der Fans angewiesen, denn das Publikum kann bis einschließlich 29.08.
01.07.2010 - 15:35
Einmal jährlich wird der Amadeus Award in Österreich vergeben. Am 16. September ist es wieder soweit, dann werden die erfolgreichsten österreichischen Künstler des Jahres 2010 geehrt.Heute wurden die Nominierten bekannt gegeben, und Saint Lu gehört zu den Auserwählten! Die Sängerin geht in der Kategorie "Rock/Pop" gegen Eva K. Anderson, Anna F., Violetta Parisini sowie Falco ins Rennen.
08.06.2010 - 14:21
 Man ist erstaunt und beeindruckt, vor allem aber verzaubert, geradezu gerührt von dieser Seite an Saint Lu: Nachdem die Sängerin sich auf dem Powertrack "Don't Miss You Own Life" von ihrer wilden Seite gezeigt hatte, begegnet uns auf der neuen Single "Here I Stand" eine weiche, geradezu verletzliche Saint Lu.